Besser Brot backen mit wenig Hefe

Angeschnittenes Weißbrot im Sonnenlicht mit rustikaler Kruste, darauf liegt ein dekorativer Rosmarienzweig.

Habt ihr auch keine Hefe mehr bekommen? Die gute Nachricht ist: Ihr braucht gar nicht so viel! Mit weniger Hefe bäckt man besseres Brot. Und für Eure Mitmenschen bleibt auch noch welche übrig. Unten lest ihr, wie das geht!

Warum sich zu Krisenbeginn alle aufs Klopapier stürzen mussten, habe ich noch immer nicht verstanden. Doch als ich am Kühlregal vor einem Loch aus restlos leergeräumter Hefe stehe, denke ich nur: genial! Wie cool ist das. Plötzlich fangen alle an zu backen, die Krise hat ihr Gutes! Die Haustür bleibt zu, die Kinder lärmen in ihrem Zimmer und in der Küche duftet es nach selbstgebackenem Brot. Krisenidyll.

Aber mal im Ernst: Die Dinge wieder selber machen: Das ist es doch, was wir wieder lernen wollten. Weil das schön ist. Weil es gut tut. Und: Je mehr wir selber herstellen, desto weniger müssen wir konsumieren. So hat auch hier die Krise ihr Gutes: Jedes fehlende Stückchen Hefe ist vielleicht ein Mensch in meiner Nähe, der gerade sein eigenes Brot macht.

Blöd nur, dass jetzt sonst keiner mehr Hefe bekommt.

Ach hätten die Hefe-Hamster doch gewusst, dass man mit wenig Hefe viel besseres Brot backen kann! Darum kommt hier Euer Hefe-Tutorial. Denn mit maximal 1 % Hefe (bezogen auf die Mehlmenge) wird dein Brot nicht nur viel leckerer – es wird auch bekömmlicher. Lernt es in der Krise – und behaltet es bei.

Vorteile von wenig Hefe

  • Das Brot schmeckt besser
  • Das Brot ist bekömmlicher
  • Mit einem Würfel kommst du viel länger zurecht
  • Deine Mitmenschen können auch noch Hefe bekommen, weil du das Regal nicht leergekauft hast.

Nachteile von zu viel Hefe

In den meisten Rezepten soll ein ganzer Würfel Hefe verwendet werden. Einziger Vorteil: Es geht sehr schnell. Die Nachteile:

  • Das Brot schmeckt „hefig“.
  • Es hat keine Zeit echten Eigengeschmack zu entwickeln.
  • Es ist weniger bekömmlich.

So wandelst du dein Rezept um

Die einfachste Methode:

  1. Nimm ab jetzt einfach nur noch 1% Frischhefe (in Gramm, bezogen auf die gesamte Mehlmenge). Nimm also deinen Taschenrechner und rechne die Mehlmenge aus dem Rezept x 0,01. So viel Hefe Frischhefe kommt rein. Fertig.
  2. Das wären dann zum Beispiel: 1000 g Mehl, 600 ml Wasser, 20 g Salz, 10 g Hefe.
  3. Und schon hast du 74 Gramm Hefe gespart!
  4. Jetzt braucht der Teig mehr Zeit als im Rezept steht. Du machst ihn zum Beispiel einfach am Abend: Du lässt ihn zuerst eine Stunde gehen. Dann deckst du ihn ab und stellst ihn in den Kühlschrank.
  5. Am nächsten Morgen machst du einfach weiter wie gehabt.

Überleg dir also einfach, wann du backen willst, damit du für die Gare in der Schüssel Zeit hast.

  • Zum Beispiel: Morgen früh. Dann machst du den Teig am Abend.
  • Oder: Heute Abend. Dann machst du den Teig in der Früh.

Weniger Hefe heißt einfach: Der Teig bekommt mehr Zeit zu gehen. Die Hefe vermehrt sich dabei langsam im Teig und macht das Mehl dabei leckerer und bekömmlicher.

Viel Spaß!
Und schreib doch deine Anmerkungen und Ideen in die Kommentare!


PS: Die beste Quelle für solche Brotrezepte ist unserer Ansicht nach der bekannte Plötzblog von Lutz Geißler. In seinem Coronakrisen-Beitrag gibt er übrigens gerade eine Menge wertvolle Tipps für Krisenzeiten. Sehr zu empfehlen!

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